Der Irak braucht weiterhin deutsche Sicherheitsunterstützung

Religiöse Minderheiten fühlen sich noch nicht sicher

Nach seiner aktuellen Reise in den Irak berichtet Konstantin Mascher, stellv. Vorsitzender der ojcos-stiftung: „Die Bevölkerung im Irak bittet dringend um eine Fortführung deutscher Sicherheitsbemühungen. Zahlreiche Verantwortungsträger im politischen, kirchlichen und zivilen Raum gaben ihrer Sorgen um die Sicherheitslage des Landes Ausdruck.“

Wir sind dankbar für das vielfältige Engagement Deutschlands im Irak und fordern den deutschen Bundestag auf, dieses Engagement fortzuführen:

  • die weitere Gewährleistung stabilisierender Präsenz deutscher Sicherheitskräfte
  • den Ausbau von Ausbildung und Training der Sicherheitskräfte vor Ort
  • umfängliches Engagement in humanitärer Hilfe und Wiederaufbau

Vor Ort zeigt sich, dass der IS in der Fläche im Wesentlichen militärisch besiegt ist, im Untergrund aber weiterhin agiert und ein Wiedererstarken jederzeit möglich ist.

Bei einem Rückzug Deutschlands würden radikale Kräfte, die das Land zugrunde gerichtet haben, in das Vakuum drängen und die bislang gewährte Sicherheit für alle Menschen im Irak massiv gefährden. Für die Menschen ist die Präsenz deutscher Sicherheitskräfte ein Zeichen der Hoffnung und trägt elementar zur Sicherheit und Zukunft des Landes bei.

Wir als ojcos-stiftung fordern eine Fortführung dieser Präsenz, sowie intensives diplomatisches und humanitäres Engagement für die Zukunft der religiösen Minderheiten im Irak, um eine weitere Entwurzelung der Menschen in ihrer Heimat und Migrationsbewegungen nachhaltig vorzubeugen. „Bei meiner Reise wurde mir diese Forderung nachdrücklich mitgegeben: Wir wollen in unserer Heimat bleiben. Helft ihr uns in Deutschland dabei?“, so David Müller, Politischer Fürsprecher für Religionsfreiheit der ojcos-stiftung.

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