Kongo

Deine Kuh, meine Kuh, unsere Zukunft

 

Das zentrale Thema im bürgerkriegsversehrten Land ist nach wie vor Versöhnung. Der seit 1996 im Osten der Demokratischen Republik Kongo unerbittlich tobende Krieg um Rohstoffe wie Diamanten, Gold und Coltan fordert grausame Opfer unter der Bevölkerung. Viele Rebellengruppen liefern sich heftige Kämpfe – Vergewaltigungen und Massaker sind wie schon beim Genozid 1995 in Ruanda zur systematischen Kriegswaffe geworden. Hier ein Zeichen der Hoffnung und der Versöhnung zu setzen, ist das Anliegen einiger einheimischer Pastoren. Denise Umiwana von Iriba Shalom, God Cares e. V. und die NGO CARSA haben einen Weg gefunden, Versöhnung praktisch einzuüben. Opfer und Täter stellen sich gemeinsam einer Aufgabe: Beide versorgen dieselbe Kuh, teilen sich die Arbeit, aber auch Milch und Fleisch. Die Kälber gehen an weitere Opfer-Täter-Paare. In dieser Zusammenarbeit auf Augenhöhe kann wieder Vertrauen wachsen.

Hoffnung durch AIDS-Prävention

Afrika ist ein Kontinent mit vielen Problemen, eines der größten ist AIDS. Allein in Afrika hat die AIDS-Epidemie mittlerweile 13 Millionen Kinder zu Halb- und Vollwaisen gemacht. Die Ausweitung der Krankheit verschlimmert die ohnehin große Armut auf dem Kontinent drastisch.

Seit vier Jahren ist Albert Baliesima Projekt-Partner. Mit großem Einsatz und Ausdauer koordiniert und leitet er den professionellen Gesundheitsdienst der Anglikanischen Kirchenprovinz in der Demokratischen Republik Kongo. Neben der Basisgesundheitsfürsorge in mehr als 50 dörflichen Zentren engagiert er sich verstärkt in der AIDS-Prävention. Kirchliche Mitarbeiter, Lehrer, Jugendleiter, Krankenschwestern und Pfleger werden intensiv geschult und befähigt, breite Bevölkerungsschichten sachgerecht über die Gefahren von AIDS und den Schutz vor dem Virus aufzuklären. Außerdem werden Aids-Kranke betreut und Aids-Waisen versorgt.

In Zukunft möchte die ojcos-stiftung vermehrt schwangeren Frauen helfen, die sich mit AIDS infiziert haben. Denn neuartige Therapien ermöglichen es, eine Übertragung des Virus auf das Kind im Mutterleib sicher zu verhindern. Pro Schwangerschaft wird dafür ein Betrag von 80 Euro benötigt.