Deine Kuh, meine Kuh, unsere Zukunft

Weihnachtsaktion 2018/19
Foto: CARSA

Das zentrale Thema im bürgerkriegsversehrten Land ist nach wie vor Versöhnung. Der seit 1996 im Osten der Demokratischen Republik Kongo unerbittlich tobende Krieg um Rohstoffe wie Diamanten, Gold und Coltan fordert grausame Opfer unter der Bevölkerung. Viele Rebellengruppen liefern sich heftige Kämpfe – Vergewaltigungen und Massaker sind wie schon beim Genozid 1995 in Ruanda zur systematischen Kriegswaffe geworden. Hier ein Zeichen der Hoffnung und der Versöhnung zu setzen, ist das Anliegen einiger einheimischer Pastoren. Denise Umiwana von Iriba Shalom, God Cares e. V. und die NGO CARSA haben einen Weg gefunden, Versöhnung praktisch einzuüben. Opfer und Täter stellen sich gemeinsam einer Aufgabe: Beide versorgen dieselbe Kuh, teilen sich die Arbeit, aber auch Milch und Fleisch. Die Kälber gehen an weitere Opfer-Täter-Paare. In dieser Zusammenarbeit auf Augenhöhe kann wieder Vertrauen wachsen.

Unermüdlich engagiert sich Albert Baliesima, mittlerweile Mitglied des Parlaments in Kinshasa und dort Stimme des vergessenen Ostens, für den Wiederaufbau von Schulen und Gesundheitszentren. Ihn und sein Team wollen wir weiter unterstützen.
Er schrieb uns:
Liebe Freunde in Reichelsheim, der Schrecken der Milizen im Ostkongo geht weiter um. Sie morden, rauben und brandschatzen was immer sie können, um die Bevölkerung mit Angst in Schach zu halten. Dabei werden auch immer wieder Gesundheitszentren und Schulen als Brennmaterial verwendet oder (sogar mehrfach!) zerstört. Wir danken, dass ihr weiter für uns betet und den vielen kleinen Dorfgemeinschaften mit Medizin, Matratzen und Dachblechen beim Wiederaufbau helft.
Albert Baliesima

Projektname Kongo/Rwanda

Deine Kuh, meine Kuh, unsere Zukunft

Weihnachtsaktion 2017/18

Deine Kuh, meine Kuh, unsere Zukunft

Überlebende Opfer und Täter des traumatisierenden Bürgerkrieges in Rwanda reichen einander die Hand und melken dieselbe Kuh? Die beeindruckende Versöhnungsarbeit von God cares e. V. in Zusammenarbeit mit der lokalen NGO „CARSA“ bringt Menschen wieder miteinander ins Gespräch und ins gemeinsame Tun. Opfer und Täter pflegen gemeinsam eine Kuh und teilen sich Milch, Fleisch und Nachkommen. So wird Versöhnung praktisch erfahrbar und öffnet den Weg in eine hellere Zukunft.
Solchen und anderen Projekten sowie dem Wiederaufbau von Schulen und Gesundheitszentren widmen sich Albert Baliesima und seine Mitarbeiter. Sie bringen den „vergessenen“ Osten der Dem. Rep. Kongo dem fernen Parlament in Kinshasa immer wieder ins Bewusstsein, damit die blutigen Auseinandersetzungen endlich ein Ende finden.

Projektname Kongo / Rwanda

Weihnachtsaktion 2016/17

Versöhnung im Kongo
© Julien Harneis

Versöhnung ist möglich

Neben der humanitären Nothilfe und der Errichtung von Gesundheitszentren wird die Arbeit im Bereich der Versöhnung und der Traumabewältigung in den vom Bürgerkrieg verwüsteten Gegenden immer wichtiger. Bei den Geschwistern in Kigali / Ruanda haben drei leitende Pastoren einen Intensivkurs an der  International School of Reconciliation absolvieren können und seither zahlreiche Seminare in den besonders betroffenen Dorfgemeinschaften durchgeführt. Erschütternd, befreiend und hoffnungsvoll ist dieser Dienst an den „geringsten der Brüder“: den Alten, den Frauen und den Kindern, weil die Zukunft des Kongo nur auf dem Boden von Versöhnung und Frieden gedeihen kann.

Hoffnung durch AIDS-Prävention

Afrika ist ein Kontinent mit vielen Problemen, eines der größten ist AIDS. Allein in Afrika hat die AIDS-Epidemie mittlerweile 13 Millionen Kinder zu Halb- und Vollwaisen gemacht. Die Ausweitung der Krankheit verschlimmert die ohnehin große Armut auf dem Kontinent drastisch.

Seit vier Jahren ist Albert Baliesima Projekt-Partner der OJC-Kommunität. Mit großem Einsatz und Ausdauer koordiniert und leitet er den professionellen Gesundheitsdienst der Anglikanischen Kirchenprovinz in der Demokratischen Republik Kongo. Neben der Basisgesundheitsfürsorge in mehr als 50 dörflichen Zentren engagiert er sich verstärkt in der AIDS-Prävention. Kirchliche Mitarbeiter, Lehrer, Jugendleiter, Krankenschwestern und Pfleger werden intensiv geschult und befähigt, breite Bevölkerungsschichten sachgerecht über die Gefahren von AIDS und den Schutz vor dem Virus aufzuklären. Außerdem werden Aids-Kranke betreut und Aids-Waisen versorgt.

In Zukunft möchte die ojcos-stiftung vermehrt schwangeren Frauen helfen, die sich mit AIDS infiziert haben. Denn neuartige Therapien ermöglichen es, eine Übertragung des Virus auf das Kind im Mutterleib sicher zu verhindern. Pro Schwangerschaft wird dafür ein Betrag von 80 Euro benötigt.

Bankverbindung

ojcos-stiftung
Evangelische Bank e.G., Kassel
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Aidswaisen im Kongo
Aidswaisen im Kongo
Albert Baliesima mit Joachim Hammer (ojcos-stiftung)
Albert Baliesima mit Joachim Hammer (ojcos-stiftung)
AIDS-Prävention durch Mitarbeiterschulung
AIDS-Prävention durch Mitarbeiterschulung