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Zeichen der Hoffnung

Manila: OJC sendet nach der Sturmflut 5000 Euro für Slumkinder

„Das Leben muss weitergehen“, erwidert Dennis Manas trocken auf die Frage, ob er die Onesimo Jahresfeier absagen will. Ende September hat der Tropensturm „Ondoy“ 300 Menschen getötet und einige Hunderttausend obdachlos gemacht.
Nun hat sich Dennis, Gesamtleiter der Onesimo-Arbeit auf den Philippinen, doch umentschieden. Denn plötzlich heißt es im Radio, ein neuer Supersturm wählt seinen Weg über die bereits hart getroffene 18 Millionenstadt Manila.

Von Onesimo ging bereits eine Anfrage nach humanitärer Soforthilfe bei der OJC ein. Jochen Hammer, Schatzmeisterder OJC, hat die Arbeit in Manila persönlich kennengelernt und weiß um die Bedeutung einer zeitnahen Unterstützung: „In solchen Katastrophen ist schnelle Hilfe doppelte Hilfe. Deshalb hat die OJC sofort 5.000 Euro aus ihrem Spendenfonds überwiesen"

Seit 13 Jahren gehört die OJC zusammen mit der ojcos-stiftung zum Unterstützerkreis von Onesimo, in deren Zentren Kinder und Jugendliche leben, um die sich sonst niemand kümmert. Ihnen bleiben als Lebensraum oft nur Straßen und Müllhalden. Viele schließen sich zu Gangs zusammen, geraten in die Fänge von kriminellen Gruppen oder gehen in der brutalen Welt der Kinderprostitution unter. Letzte Zuflucht bleibt oft der billige Rausch aus der Klebstoffbüchse. Das Onesimo-Werk gibt diesen verwahrlosten und drogensüchtigen Jugendlichen ein Zuhause, professionelle Therapie und die Möglichkeit einer Schul- und Berufsausbildung.

Aber der Tropensturm hat Onesimo hart zugesetzt. Fünf ihrer zehn Gemeinschaftszentren standen unter Wasser. Einen Mitarbeiter, Sir Poy, der das Ausbildungssystem von Onesimo entwickelte, hat es besonders hart getroffen. Er ist Dozent an einer Uni und engagiert sich teilzeitlich bei Onesimo. Mit viel Fleiß hatte er es vom Straßenkind zum „Doctor of Education“geschafft. Er ist der einzige Onesimo-Mitarbeiter, der ein eigenes Auto besitzt, das heißt besaß, denn auch das wurde –neben seiner Wohnung – weggespült.
Nun ist er obdachlos und lebt bis auf Weiteres mit Frau und drei Kindern bei einem Freund. Bei strömendem Regen kletterten sie in der Nacht über Dächer, nur mit abgerissenen Antennenkabeln gesichert, bis sie sich mit 60 anderen Leuten im Obergeschoss und auf dem Dach eines hohen Gebäudes wieder fanden, wo sie 18 Stundenausharrten; unterkühlt, hungrig, betend. Außer ihrem Leben haben sie alles in den Fluten und im Schlamm zurück gelassen.

Unsere Unterstützung trägt dazu bei, die unmittelbare Not nach den Überschwemmungen zu lindern. Als Sofortaktion wird Onesimo in fünf betroffenen Gebieten mit Nahrungsmitteln, Kleidern, Kochgeschirr und weiteren Hilfsgütern helfen. Für 30 Familien konnte für eine Summe von etwa 50 Euro (3000 Pesos) eingekauft werden.
Jedes Jahr wagen viele Jugendliche aus schwierigsten Lebensbedingungen in Manilas Armenvierteln mit Onesimo einen Neuanfang und finden in der Rehabilitation einen Weg aus Drogensucht und destruktivem Verhalten. Die therapeutischen Gemeinschaften, in denen sie leben, sind für die gestrandeten Teenager zur entscheidenden Lebenshilfe geworden.

Die ojcos-stiftung und die  OJC-Weihnachtsaktion unterstützen weiterhin das Anliegen und Engagement von Onesimo. IhreTreue und großzügige Unterstützung hat die Arbeit des Zentrums bisher mit durchgetragen. Dafür danken wir Ihnen herzlich!