ojcos-Stiftungspreis

Die ojcos-stiftung hat zum 10. Jubiläum den ojcos-Stiftungspreis ins Leben gerufen.

Mit dem Preis zeichnet die ojcos-stiftung Menschen, Initiativen und Projekte aus, die sich verdient gemacht haben in den Bereichen

  • Ehe und Familie,
  • christliche Anthropologie,
  • interkulturelles Lernen, Völkerverständigung und Entwicklungszusammenarbeit

Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird jährlich in einer der drei Kategorien ausgelobt. Er kann gesplittet werden.

Für den ojcos-Stiftungspreis können sich insbesondere Schüler und Studenten, aber auch Initiativen, Organisationen, Vereine und Einrichtungen bewerben bzw. vorgeschlagen werden. Die eingereichten Arbeiten sollen christliche Werte in Bezug auf ihre gesellschaftliche Relevanz reflektieren. Die vorgeschlagenen Projekte sollen beispielhaft zeigen, wie christliche Glaubensüberzeugungen zum Handeln motivieren und gesellschaftlich wirksam werden; sie müssen mindestens seit einem Jahr praktisch umgesetzt werden und langfristig angelegt sein.

Der Vorstand der ojcos-stiftung kann bestimmte Themen zur Bearbeitung ausschreiben.

Birgit Kelle und Konstantin Mascher mit der Urkunde vom ojcos-Stiftungspreis 2017
Birgit Kelle und Konstantin Mascher mit der Urkunde vom ojcos-Stiftungspreis 2017 beim Tag der Offensive

ojcos-Stiftungspreis 2017

Im Gedenkjahr der Reformation wird die Journalistin und Autorin Birgit Kelle von der ojcos-Stiftung für ihr Engagement für Frauen und Familien mit dem Stiftungspreis ausgezeichnet.

Am Tag der Offensive am 25. Mai 2017 hielt Daniela Mascher die Laudatio für Frau Kelle:

Liebe Freunde,

als vierfache Mutter mit Universitätsdiplom steh ich hier und kann nur sagen: Birgit Kelle hat den ojcos-Stiftungspreis verdient!

Sie setzt sich mit Nachdruck dafür ein, den verschiedenen Lebensentwürfen von Frauen und ihren Familien Respekt entgegenzubringen. Es verwundert, dass sie in der öffentlichen Wahrnehmung gerne als rückwärtsgewandt dargestellt wird: Sie sei nur eine Anwältin der Vollbluthausfrauen, denen jegliche Fremdbetreuung ein Gräuel sei. Dabei ist Frau Kelles Anliegen in erster Linie ein liberales: keine Bevormundung der Frauen von Seiten des Staates, sondern Selbstbestimmung! Sie setzt sich mit Nachdruck dafür ein, verschiedenen Lebensentwürfen von Frauen und ihren Familien
Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass jede Familie für sich entscheidet, wer wie lange erwerbstätig sein möchte, bzw. wer sich wann und wieviel um die Kinder kümmert. Das entspricht auch unserer freiheitlichen und individuell orientierten Gesellschaft!
Doch wie sieht das in der Realität aus?

Eine aktuelle und repräsentative Studie der Zeitschrift „Eltern befragte Familien zu deren Erfahrungen im Spannungsfeld von Beruf und Familie. Demnach sind 86 % (!) der Befragten der Meinung, Familien müssten sich heute eher dem Arbeitsmarkt anpassen als umgekehrt. 84 % sagen, es werde von ihnen erwartet, ihr Kind möglichst früh in eine Kindertagesstätte zu geben. Und 60 % fühlen sich nicht frei
in ihrer Entscheidung, ob sie trotz Kind wieder in Vollzeit arbeiten möchten.Ist dies das Ergebnis der viel gepriesenen Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Nein, dies ist der Triumph der Arbeitswelt über die Familie! Frau Kelle spricht mir aus dem Herzen, wenn sie die Regierenden dazu auffordert, endlich wieder Politik FÜR Familien zu machen, und nicht an ihnen vorbei.

Wenige Monate nach Abschluss meines Physikstudiums kam unsere erste Tochter zur Welt. Ich beschloss, der Betreuung meines Kindes bis zum Alter von 3 Jahren Priorität einzuräumen, und arbeitete freiberuflich stundenweise weiter, bis unser erster Sohn zur Welt kam. Ab dann war ich einige Jahre lang vollberuflich Familienfrau, mit inzwischen 4 Kindern. Heute engagiere ich mich zunehmend in verschiedenen Projekten auch außerhalb der Familie.

Ich hätte alternativ auch die Möglichkeit gehabt, die Leitung einer physikalischen Dokumentationsabteilung zu übernehmen. Und man könnte mit diesem Studium auch noch ganz andere Ziele verwirklichen -  z.B. in die Politik gehen, wie Frau Merkel das getan hat...
Das nennt man die WahlFREIHEIT der Frau, und für diese setzt Birgit Kelle sich ein, mit frecher Feder, authentischer Ausstrahlung, und mit großer Diskussionsfreude. Wir freuen uns an ihren klugen, erfrischenden Beiträgen in verschiedenen Print- und OnlineMedien, in Rundfunk und Fernsehen. Sie schreckt auch vor keiner Talkshow zurück!

Wir hatten als Familie bisher immer unser Auskommen, und ich sah mich daher nicht gezwungen, außerhalb der Familie arbeiten zu gehen. Heute weiß ich, dass dies heute ein Privileg
ist. Ich kenne einige Frauen, die allein aus finanziellen Gründen ihre Kleinkinder in die Krippe gegeben haben!
Auch und gerade, wenn es ums Geld geht, bleibt Frau Kelle
hartnäckig: Warum bestraft die Politik ausgerechnet die, die ihre Kinder noch selber erziehen wollen? Ganz abgesehen von der ausfallenden Rente!
Familien brauchen keine Sozialleistungen, sondern Gerechtigkeit!
Ich bin dankbar, dass Birgit Kelle für Frauen, Ehe und Familie die Stimme erhebt! Sie erhebt sie für Freiheit und Selbstbestimmung, für das Wohl der Kinder UND der Familien. Sie erhebt ihre Stimme für einen echten Feminismus, der nicht auf halbem Weg stecken bleibt. Für einen Feminismus, der das spezifisch Weibliche, die Fähigkeit zur Mutterschaft, angemessen würdigt.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung, Frau Kelle!

Birgit Kelle wurde 1975 in Siebenbürgen, Rumänien geboren. Sie ist verheiratet, Mutter von vier Kindern und in zahlreichen Frauen- und Familienverbänden engagiert. U.a. als  Vorsitzende des Vereins Frau 2000plus e.V., Vorstandsmitglied des EU-Dachverbandes New Women For Europe und stellv. Vorsitzende des Verbandes Familienarbeit e.V. In verschiedenen Landtagen und vor dem Familienausschuss des Bundestages trat sie als Sachverständige für die Interessen von Müttern und Familie, sowie als Expertin im Themenkomplex Gender auf. Sie ist Mitglied der CDU.  Im August 2013 erschien ihr erstes Buch zu Frauen- und Familienpolitik in Deutschland - „Dann mach doch die Bluse zu“ - im März 2015 ihr zweites Buch „Gendergaga“ – eine satirische Kritik an der aktuellen Gender-Mainstreaming-Politik. Kelle war Kolumnistin des Debattenmagazins „The European“, sie schreibt derzeit für zahlreiche Print- und Onlinemedien und als regelmäßige Kolumnistin für das Magazin FOCUS und die Tageszeitung DIE WELT.

Verleihung des ojcos-Stiftungspreises 2016 an "Miteinander für Europa"
Joachim Hammer überreicht den Preis an den CVJM-Sekretär Gerhard Proß aus Esslingen, der ihn stellvertretend entgegen nimmt

ojcos-Stiftungspreis 2016

Kein Wertesystem hat Europa so geeint und geprägt wie das Christentum, und doch ist die Christenheit immer noch gespalten und zerstritten. Damit das Zeugnis von Jesus glaubwürdig bleibt, hält das überkonfessionelle Hoffnungsprojekt "Miteinander für Europa" dagegen. Es ist ein Netzwerk von 300 christlichen Bewegungen und Gemeinschaften, das sich seit fünfzehn Jahren für ein Europa in Vielfalt und Geschwisterlichkeit einsetzt und in dem sich auch die OJC engagiert. Gerhard Proß, der den Preis stellvertretend entgegen nimmt, ist Mitglied des internationalen Leitungskomitees.

Im Salzkorn 1/2014 haben wir Gerhard Proß zu den geistlichen Anfängen und den Zukunftsperspektiven befragt.

ojcos-Stiftungspreisträger 2015 Gabriel Stängle mit Prior Konstantin Mascher
ojcos-Stiftungspreisträger 2015 Gabriel Stängle mit Prior Konstantin Mascher

ojcos-Stiftungspreis 2015

Der Realschullehrer Gabriel Stängle kritisiert, wie sich der Bildungsplan 2016 in Baden-Württemberg nicht mehr mit der Erziehung der Schüler zur Toleranz gegenüber der sogenannten "sexuellen Vielfalt" begnügt, sondern die Akzeptanz als in gleichem Maße natürlich und erstrebenswert durchgesetzt werden soll.

Im Salzkorn 3/2015 finden Sie ein Interview mit Gabriel Stängle anlässlich der Verleihung des ojcos-stiftungspreises 2015.

Ilan Brunner, erster ojcos-Stiftungspreisträger
Ilan Brunner, erster ojcos-Stiftungspreisträger mit Kuratoriumsmitglied, Gerd Lode.

ojcos-Stiftungspreis 2014

Erster Preisträger ist Ilan Brunner (Israel), Gründer des Disraelis-Projekts, der für sein Engagement in der Versöhnung zwischen Juden und Deutschen, insbesondere unter den Kindern und Enkeln der Holocaustgeneration ausgezeichnet wird. Der Preis wurde am 29.05.2014 im Rahmen des Tags der Offensive in Reichelsheim verliehen.

In Salzkorn 2/2014 finden Sie ein Porträt zu Ilan Brunner: Mazel Tov!