Ausbildung für die Ärmsten der Armen

Mit rund elf Millionen Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von 15.617 Einwohnern/km2 ist die Hauptstadt Manila, ein Zusammenschluss von 13 Großstädten, das am dichtesten besiedelte Gebiet auf den Philippinen. Auf den Müllbergen leben Tausende Menschen ohne Kanalisation und Elektrizität in Behausungen, die aus Brettern, Pappen und Blechen bestehen und kaum Schutz vor Ungeziefer, Regen, Hitze und Feuer bieten. Die Familien, die dort leben, müssen ihren Lebensunterhalt mit der Suche nach recycelbaren Materialien wie Plastik, Papier, Glas und Metallen verdienen. Tagein, tagaus, meist mit bloßen Händen. Kinderarbeit ist selbstverständlich, denn anders kann eine Familie dort nicht überleben.

Im vergangenen Jahr hat die ojcos–stiftung in Manila Ferienfreizeiten für 600 Slumkinder gefördert, die vom Projekt-Partner der ojcos–stiftung, der Onesimo-Foundation, organisiert werden. Vorsitzender der Onesimo-Foundation ist der Jurist Prof. Dr. Harry Roque, der nach jahrelangem Kampf im Juni 2006 die Abschaffung der Todesstrafe in seinem Land bewirkte. Seit über zehn Jahren betreut die Onesimo-Foundation in Wohngemeinschaften 160 Straßenkinder und Jugendliche.

Mit Hilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) konnte im vergangenen Jahr ein Ausbildungszentrum mit einer Autolehrwerkstatt errichtet werden. Wir möchten die finanzielle Basis dafür schaffen, dass auch in den kommenden Jahren junge Menschen fachgerecht ausgebildet werden und eine berufliche Perspektive gewinnen können.

Gemeinsames im Feriencamp auf Camp Rock, Philippinen
Gemeinsames im Feriencamp auf Camp Rock, Philippinen
Dr. Harry Roque, Vorsitzender
Im Slum von Manila
Im Slum von Manila